Auch die Berner Uni ist besetzt

link_ikon Bericht von indy.ch

Die Aula im Hauptgebäude der Uni Bern wurde heute gegen 17.30 besetzt.

Momentan sind 100 bis 200 Leute anwesend. Das erste Plenum dürfte bereits begonnen haben.

Kommt zahlreich!

Weiteres Programm, Infos, Hintergründe etc. folgen...


Chronologie Besetzung Uni Bern

link_ikon Bericht von

16.00: Bei der Unitobler startet die angekündigte Demonstration mit ca. 300 Studierenden in Richtung Hauptgebäude
16.30: Abschlusskundgebung auf der grossen Schanze. Es werden diverse Redebeiträge gehalten.
17.15: Die Demonstration wird offiziell aufgelöst. Es über einer Besetzung für morgen Mittwoch informiert. Von einer Mehrheit der Teilnehmenden wird der Vorschlag eingebracht sofort zu besetzen. Spontan entern 150 Personen das Hauptgebäude und kapern den Kuppelraum.
18.00: Die BesetzerInnen beschliessen einstimmig zu bleiben. Es werden Arbeitsgruppen gebildet, welche sich um Infrastruktur, Verpflegung und viel weiteres kümmern.

Abendprogramm:

* ab 18:00: Gruppendiskussionen
* 21:00: Vokü in der Aula Uni Bern
* ab 21:30: Plenardiskussion zum weiteren Vorgehen




Hunderte Studenten demonstrieren in Bern und Zürich

sda/sper, SF DRS, 17. November 2009, 20:12 Uhr

Hunderte Studentinnen und Studenten haben in Bern und Zürich am Dienstag, am Weltstudententag, für bessere Lernbedingungen an den Universitäten demonstriert. Sie fordern die Abschaffung von Studien- und Prüfungsgebühren sowie der Präsenzpflicht. In Basel gingen die Proteste an der Uni weiter.

Während in Bern zwischen 300 bis 400 Studierende mit Transparenten und lautstarker Musik zum Hauptgebäude der Uni Bern zogen, versammelten sich rund 500 Studierende zu einer Protestveranstaltung an der Uni Zürich - mehr als die Veranstalter erwartet hatten. Er habe nicht mit diesem Interesse gerechnet, sagte ein Sprecher der Zürcher Studentengruppe «Uni von unten», die den Protest organisierte.

Internationale Aktionswoche
Gemäss eines vor dem Hauptgebäude der Uni Zürich verteilten Flugblattes steht der Protest im Zusammenhang mit der internationalen Aktionswoche «Education is not for sale». Seit vergangenem Mittwoch finden europaweit Protestaktionen für bessere Lernbedingungen an den Universitäten statt.

Der Missmut der Studierenden zielt insbesondere auf die Bologna- Reform ab, mit der bis zum nächsten Jahr ein einheitliches europäisches Hochschulwesen geschaffen werden soll. Sie fordern etwa eine Abschaffung von Prüfungs- und Studiengebühren, von Zulassungsbeschränkungen sowie der Präsenzpflicht. Weiter kritisieren sie, dass das Studium immer mehr «verschult» und auf die Wirtschaft ausgerichtet werde und so Eliteuniversitäten entstünden.

Protest in Basel geht weiter
Die Organisatoren des Berner Protestes schlossen am Abend nicht aus, dass auch die Berner Uni-Aula besetzt werden könnte. In der Schweiz beschränkten sich die Proteste bis anhin auf die Universität Basel. Dort halten einige Dutzend Studenten seit vergangenem Mittwoch die Uni-Aula besetzt und veranstalten Diskussionsrunden und Workshops.

Trotz der Aufforderung des Rektors vom Montag, die Aula freizugeben, gibt es nach Auskunft der Bewegung «Unsere Uni» keine Anzeichen für eine Räumung. Wie lange die Besetzung noch andauern wird, war am Dienstag nicht zu erfahren.

Ob die Protestaktion in Basel Auswirkungen auf die Diskussionen der Rektorenkonferenz der Schweizer Universitäten (CRUS) haben wird, ist noch offen. Die nächste Plenarsitzung findet erst 2010 statt. Zudem müsse auch geklärt werden, ob die Forderungen der Basler Studenten tatsächlich der Ansicht einer Mehrheit der Schweizer Studierenden entsprechen, heisst es von Seiten der CRUS.


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